Montag, 9. Juli 2012

Kein Sommer auf Juist

Der Himmel ist grau verhangen, es regnet den gesamten Tag, dazu Starkwind mit Sturmböen.

Der Hafen liegt dem Westwind ungeschützt, nur eine Spundwand verhindert Wellengang.





Ein am Mast schlagendes Fall des Nachbarn störte erheblich die Nachtruhe, erst als der Skipper ausgeschlafen hatte, so gegen 09:00 hat er es bemerkt.

Das Vormittag Niedrigwasser hat den Hafen völlig trockengelegt. Die Boote sinken in den Schlamm ein, die Stege bleiben auf dem Niveau der Fender, anders wäre es nicht gut.
Die Toilette ist zu benutzen, nur nicht anpumpen, zu Spülen Trinkwasser eingießen und Abpumpen.


Unser Mittagessen an Bord ist dem Wetter angepaßt, Erbsensuppe mit Würstchen aus der Dose.

Erst am späten Nachmittag, der Regen ist vorbei, wagen wir uns an Land.
Die Insel ist Auto frei. Am Fähranleger ist ein Pferdebusbahnhof eingerichtet. Im Dorf riecht es nach den Abgasen der vierbeinigen Antriebsmaschinen.
Der Strand, keine Promenade, naturbelassen, die Strandkorbvermieter machen heute ein schlechtes Geschäft.




Trotzdem gibt es in der Nähe des Strandes eine Nobelherberge.


Sonntag, 8. Juli 2012

Greetsiel-Juist

Bedingt durch das Hochwasser auf Juist um 15:37 haben wir in der Sonne ausgiebig Frühstücken können.

Ab 11:45 motoren wir zur Schleuse, die an Sa und So nur 4h vor und 3h nach Hochwasser bedient wird.







In der Osterems bis zur Memmertbalje haben wir starken Gegenstrom von 2 kn. Der Wind kommt aus SO mit 3-4Bf. Wir setzen die Genua, aber müssen mit Motor teilweise unterstützen, um rechtzeitig den Nordland Prickenweg zu erreichen.

Von Norden zieht ein Gewitter heran, se stürmt, es regnet, nein es gießt, aber der Regen ist warm, es ist ja Sommer.

Wir sind 0,5 NM südlich der Insel, nichts zu sehen. In der Hafeneinfahrt läßt der Wind nach, es ist trocken, Glück muß man haben.
Wenn man diesen Turm sieht, hat man das Ziel nicht verfehlt.

Um 15:00 machen wir fest. Der Hafen ist komfortabel, nur jetzt 2 h vor NW stecken wir fest im Schlick, da kann es wehen und Stürmen, nichts bewegt sich.


Hafengebühren pro Nacht, 20 € inklusive Strom, Wasser, Dusche, Kurtaxe und Internet.



Freitag, 6. Juli 2012

Ein warmer sonniger Tag in Greetsiel


Ein Fischerort an der ostfriesischen Küste, sehr idyllisch gelegen und von Touristen erobert, sogar schon vor den Ferien in NRW.

Heute, am Abend liegen 21 Krabbenkutter im Hafen.

Beim Kauf der Krabben in der Fischereigenossenschaft habe ich gefragt, werden sie auch in Marokko gepult, nein, aber in Polen!!

Gleich gegenüber dem freundlichen Yachthafen ist der Ort  fussläufig zu erreichen





Bilder sagen mehr als Worte, idyllische Winkel, wohin man schaut





die idyllische Fressmeile



 die reformierte evangelische Kirche, hier vorwiegend in Nordwestdeutschland beheimatet


es gibt keinen Altar, keine heiligen Bilder/Figuren. Um den Tisch an der Kanzel versammelt sich die Gemeinde zum Abendmahl.



die Kirche war Mittelpunkt der ostfriesischen Katastervermessung und wurde 1945 vom Gauss-Krügersytem abgelöst.



letztendlich ist hier der Mittelpunkt der Welt


Donnerstag, 5. Juli 2012

Borkum-Greetsiel

Ich habe mich nicht getraut, über den Korridor, zwischen den Naturschutzgebieten, auf dem direktem Weg von Borkum nach Greetsiel zu fahren.

Strammer Ostwind, wieder gegenan, aber mit Strom, motoren wir die Ems aufwärts, dann das Osterems Fahrwassers nach Greetsiel.
15NM bis zur Schleuse und nochmals 2,5NM bis zum Hafen.

Reichlich Nahrung für die Möwen



Die Schleuse



Der Hafen Greetsiel



Clubhaus, Hafenmeister und sehr gepflegte und saubere Sanitäranlagen, leider kein freies Internet.



Es wird wolkiger, südlich toben die Gewitter

Mittwoch, 4. Juli 2012

Sommer auf der Insel

Es ist kaum zu glauben, ein sonniger warmer Tag auf der ostfriesischen Insel Borkum. Ostwind um 4 Bf, im Windschatten der Restaurant Baalmann, 25°C im Schatten.

Mit dem Bus fahren wir in den Ort, gut 20 min Fahrzeit, mit einigen Umwegen, kleine Inselrundfahrt.

Im Ort kann man schon von Hitze reden.

Obwohl die Ferien erst kommen, die Touristen sind schon am Badestrand


Der Leuchtturm zwischen Betonburgen




Kuriose Figuren abseits des Ortes




Abstrakte Sachen aus Schokolade, Bierflaschen




Der Knaller, Mitbringsel für, na ja schon in die Jahre gekommene Freunde/ Verwandte, alles aus Schokolade




Ein schöner Tag, ein schöner Abend, sogar die Erdbeeren sind bezahlbar.

Und noch der Sonnenuntergang

3. Juli 2012 Durchs Watt von Lauwersoog nach Borkum

Der Ruhetag in Lauwersoog am Montag mußte sein. Wir sind ja nicht auf der Flucht und das Hochwasser war schon um 09:20, so früh raus, muß nicht sein.

Heute Hochwasser 10:20 in Lauwersoog, 11:20 auf Borkum, dazwischen 3 Wantjes.

Um 05:30 klingelt der Wecker, kleines Frühstück, duschen, vor 06:00 gibt es nur kaltes Wasser und die Sonne steigt über den Horizont.

Die Schleuse öffnet um 07:00, nach Plan, der Schleusenwärter kam 07:15. Buten wartete auch schon ein Segler, der hatte Vorrang. Aber eilig hatten wir es nicht, denn am 1.Hoch, Lutjewad hingen wir fest. Der Seitenwind hat uns bei 0 Fahrt aus dem Fahrwasser gedrückt. Mit voller Motorleistung haben wir die Fahrrinne erreicht. Die beiden weiteren Hochs haben wir gut gemeistert, dadurch, daß vor Borkum das Hochwasser einen Stunde später eintritt. Obwohl wir 3 Tage vor Springtide sind, kommt das Hochwasser 20cm niedriger, als das mittlere Hochwasser, SE-Wind.


Nach gut 5h und 25NM erreichen wir Borkum, Segeln kaum, Wind gegenan.

Port Henry ist unser Ziel. In den Jahre gekommen, aber besser als Schwell im Burkana Hafen.

Das Restaurant hat uns entschädigt, Mittags in der Sonne auf der Terrasse gut und preiswert gegessen.

Jetzt 17:50 Ebbe. Kaum Wasser im Hafen, nur noch Schlamm.





Auch Windräder müssen gepinselt werden, Arbeiten in luftiger Höhe




Sonntag, 1. Juli 2012

Per Bahn durch Friesland

Nicht ganz einfach. Gestern war es nicht möglich per Internet die Bahnfahrt nach Groningen über Oldenburg und Leer zu buchen.
Die billigste Art zu Reisen ist dann das Niedersachsen Ticket für 25 € bis Leer. Am Bahnhof gibt es nun den holländischen und den deutschen Fahrkartenautomaten. Der deutsche Automat wollte keine Fahrkarte nach Groningen verkaufen, der holländische Automat ist außer Dienst.

Was tun................schwarzfahren, es kam auch kein Schaffner auf der 1 ¼ h Fahrzeit.

Laut meinem Busfahrplan aus dem Internet, sollte der Bus nach Lauwersoog um 15:10 fahren, also Zeit für etwas essen und trinken. Um 14:30 gingen wir zum Busbahnhof, die nüchterne Erkenntnis, der Bus war weg, 14:18, der nächste erst um 17:18, das ist wiederum zu spät, in Lawersoog, Lebensmittel zu bunkern. ( gut sortierter Laden in unmittelbarer Nähe der Binnenmarina)

Was kostet Taxi...............75€. Wir hatten ja nun durch Schwarzfahren einiges gespart und stiegen ein.

Um 16:00 erreichen wir das Boot. Einkaufen und einen sonnigen Abend an Bord.